Comic-Kubismus, Diethard Sohn

Der Begriff „Comic-Kubismus“

Der Begriff „Comic-Kubismus“ wurde 2004 von Fred Feuerbacher im Zusammenhang mit den Gemälden von Diethard Sohn verwendet. Die Stilbegriffe Comic und Kubismus überschneiden sich in ihren formalen Ansätzen in Sohns Kunstsprache. Der Comic zeichnet sich durch die Mittel von Linie und Fläche aus, wobei der Raum ebenfalls durch die Fläche definiert wird.
Die plakative Wirkung wird zusammen mit dem synthetischen Kubismus, der gleichzeitigen und überlagerten Darstellung unterschiedlicher Ansichten oder Perspektiven, genutzt, um kontrastreiche Aussagen über das Motiv oder Erlebnisse zu treffen. Das Motiv wird zu einer bildhaften Symbiose aus alltäglichen Erlebnissen und Träumen sowie aus Linien, Farben und Strukturen.

Quelle: (Wikipedia)

Die Wurzeln des „Comic-Kubismus“

Man hat den Kubismus mathematisch, geometrisch, psychoanalytisch zu erklären versucht. Das ist pure Literatur. Der Kubismus hat plastische Ziele. Wir sehen darin nur ein Mittel, das auszudrücken, was wir mit dem Auge und dem Geist wahrnehmen, unter Ausnützung der ganzen Möglichkeiten, die in den wesenhaften Eigenschaften von Zeichnung und Farbe liegen. Das wurde uns eine Quelle unerwarteter Freuden, eine Quelle der Entdeckungen.

Pablo Picasso

Kaugummi und Coca-Cola

Meine Kindheit in den 60er Jahren war wie die so vieler anderer unserer Generation geprägt von Comic-Figuren, der Pop-Art, von Kaugummi und Coca-Cola. Doch während andere Kinder sich in der Schule mit Englisch, Latein oder Physik plagten, nutzte ich jede Minute meiner Schulzeit um zu zeichnen, und zwar Comics.

 

Vorbilder und Inspiration

Ich kopierte aber nicht einfach Donald Duck, Micky Maus oder Superman, sondern entwickelte von Anfang an meine eigenen Figuren und Geschichten.

Realismus und Abstraktion

Von da an begann ich meinen Comic-Figuren realistische Elemente beizufügen. Später wurden diese zum Teil so abstrakt, dass schliesslich keine ganzen Figuren mehr erkennbar waren, sondern lediglich die Linien und Formen an Comic erinnerten.

Das Studium

Während meines Studiums an der Merzakademie zeichnete ich dann auch Figuren wie z.B. Tick, Trick und Track oder Donald Duck für Kinowerbespots. Das war eine recht lukrative Wochenendarbeit. Diese Arbeiten bekannter Comic-Figuren blieben aber die Ausnahme. Zu dieser Zeit entstanden viele mystisch und surreal anmutende Bleistiftzeichnungen sowie etliche Naturstudien.

Die ersten comic–kubistischen Bilder

Anfang der 90er Jahre malte ich dann meine ersten comic-kubistischen Bilder. In ihnen nahm nicht mehr die Figur die Hauptrolle ein, sondern vielmehr das Wechselspiel der unterschiedlichen Perspektiven, der farbigen Flächen, der Linien und Strukturen.

Diethard Sohn

Status Quo

"Diethard Sohn entwickelte so seinen Comic-Kubismus zu einem ganz eigenem Stil. Die expressiven Arbeiten finden ihren Ursprung weder in Fotos noch sonst irgendwelchen Vorlagen, sondern sie entspringen seiner eigenen Vorstellungswelt und Intuition."

Galerie Diethard Sohn Comic-Kubismus

 

Vita Diethard Sohn

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Diethard Sohn Kurzvita

1961 in Köln am Rhein geboren

1979 – 1983 Studium an der freien Werkkunstschule A.L. Merz in Stuttgart

seit 1984 Frei schaffender Künstler, Malerei und Skulptur

1991 – 2004 Gastdozent an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

2003 – 2004 Gastdozent an der Merzakademie

2004 – 2007 Arbeitsaufenthalt in Indonesien auf Grund der Einladung eines Mäzens

seit 2007 Atelier in Stuttgart

mehr über Diethard Sohn auf Wikipedia

Aktuell

Liberty

Das comic-kubistische Gemälde Liberty ist eine Interpretation des oft zitierten Bildes La Liberté guidant le peuple von Ferdinand Victor Eugène Delacroix. Erste Skizzen dazu entstanden mit Bleistift auf Papier. Hier sehen wir die comic-kubstische  Liberty einmal als Bleistiftskizze und einmal im Entstehungsprozess des ca. 100 x 100 cm grossen Gemäldes.  

Echtheitszertifikat

Auf Wunsch einer Sammlerin und lieben Freundin gibt es jetzt Echtheitszertifikate zu den jeweiligen Werken. Das Zertifikat wird natürlich mit  unterschrieben und ist mit einem Prägestempel versehen.

Der Gockel

  Der Gockel entstand im Zusammenhang mit einem Architekturwettbewerb. Es kam eine Anfrage eines Architekturbüros im Bereich Kunst am Bau. Zuerst entstanden einige Skizzen, später auch diese ca. 140 cm hohe Gockelskulptur. Falls das Architekturbüro den Auftrag  für den Bau erteilt bekommt, wird ein solcher Gockel mehrere Meter hoch das Areal markieren. Die Skulptur ist augenblicklich …

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